Sonntag, 5. April 2015

Vertrauen


In ungefähr einer Stunde geht die Sonne auf. Ich gehe einfach mal davon aus. Natürlich habe ich es nicht in meiner Hand und es wäre uvorstellstellbar schrecklich, wenn das nicht passieren würde. Ich gehe einfach und ruhig davon aus, dass es passiert.

Schöpfer und Schöpferin des Lebens, ich bin euer Kind und ich glaube an unsere Dreieinigkeit!

Frohe Ostern!

Mittwoch, 1. April 2015

Korea im Kachelhaus

Die Stadt, in der ich lebe, hat bestimmt viele Verbindungen mit Korea. Meine ganz persönliche hat sich gestern Abend spontan im Ay Grill (neben McDonald's, Nähe Hauptbahnhof) ergeben. In diesem kurdischen Restaurant habe ich gefühlt schon 1001 Linsensuppen gegessen. Am Tisch neben mir hatte jemand eine Pommes und bezahlte gerade. Er packte seinen Rucksack auf die Schulter, zeigte dem jesidischen Kellner seinen Bielefeld-Stadtplan und fragte mit zwei oder drei Worten und mit starkem amerikanisch-englischem Akzent nach dem Kachelhaus in der Altstadt. Leider kamen die beiden nicht weiter und ich hatte Lust, mich einzumischen. Der Kellner ging wieder und ich hatte plötzlich einen interessanten Gesprächspartner: Dieser Mann, vielleicht ein paar Jahre jünger als ich, war tatsächlich aus den USA und befand sich auf einer Rundreise von Südkorea über die Türkei, Luxemburg und Deutschland zurück nach Seoul - wo er die Transitional Justice Working Group, ein Projekt für Menschenrechte in Nord- und Südkorea, mitgegründet hat und nun weiter aufbaut. Er kam am Morgen hier in Bielefeld an, so erzählte er mir, schaute sich die Stadt an, sprach mit einigen Bielefeldern und wollte am nächsten Morgen (also jetzt, während ich dies schreibe) wieder nach Korea fliegen. Ich war etwas verwundert darüber, dass dieser Weltenbummler sich extra einen Tag für eine Stadt nimmt, die es ja, wie manche sagen, gar nicht mal gibt. Aber sein Motiv war ganz einfach sein Familienname: Bielefeld! So bin ich dann mit Daniel Bielefeld ins Kachelhaus gegangen, wo wir uns bei einem Franziskaner Weizen weiter unterhalten konnten und am Jahnplatz bald wieder verabschiedeten. Diesem Mister Bielefeld wünsche ich einen guten Flug! Möge sein Projekt aufblühen!

[Sobald mir Dan Bielefeld unser Selfie aus dem Kachelhaus schickt, bau ich das hier ein :]

Freitag, 6. März 2015

Tor Miller

Headlights em Radio. Etj we bie ahr en fo nohus. Dee Dach we lang. Oabeit von zemorjens bett oppenowent. Tweschendrech bie ahm. Hee sed tjeen Wot. Wie tjitjde ons ruhig enne Oge. Wie were bute. See fruch lota no ahm. Etj we stell en trurich. Sie wada tus. Midnight em Internet. Dee Klock jeit opp dree. Bute woat et boolt wada dach. Benne vleicht uck.

Samstag, 21. Februar 2015

Internationaler Tag der Muttersprache


Soooo viele Sprachen werden inzwischen auch hier bei uns in Deutschland gesprochen - da wird einem ja schwindelig! Seit über 20 Jahren unterrichte ich Deutsch in verschiedenen Sprachkursen und höre dabei immer wieder auch die Muttersprachen der Kursteilnehmer. Ich mag es, immer wieder auch mal ein paar Wörter aus einer fremden Sprache zu lernen. Inzwischen arbeite ich seit etwas mehr als zwei Jahren auch in einem Jugendzentrum (AWO KiJu Brake) und auch hier reden wir zwar auf Deutsch miteinander, aber die meisten von uns sprechen zuhause eine andere Sprache: Kurdisch, Arabisch, Griechisch, Albanisch oder irgendeine andere. Da wir heute ja mal wieder den Muttersprachentag der UNESCO haben, habe ich einfachn mal einige Jugendliche aus dem KiJu nach ihren Sprachen gefragt - und dieses kleine Video hat mir Yeliz anschließend zusammengebastelt:

Sonntag, 11. Januar 2015

Charlie Hebdo


In dieser Woche ist in Paris etwas passiert, was auch mich nicht in Ruhe lässt. Schon wieder wurde im Namen des Islam zerstört und getötet. Heute Morgen habe ich etwas länger darüber nachgedacht, ob ich wohl auch so mutig gewesen wäre wie Stéphane Charbonnier, der Chefredakteur von Charlie Hebdo, der vor ein paar Tagen zusammen mit 11 anderen Journalisten erschossen worden ist.

Mich beeindruckt es wirklich sehr, was Charbonnier in einem TELQUEL-Interview gesagt und mit seinem Leben auch bewiesen hat:
Je préfère mourir debout que vivre à genoux.

Ich bevorzuge stehend zu sterben, anstatt auf Knien zu leben.

Sonntag, 9. November 2014

Wanjka Stanjka


Vor genau 25 Jahren habe ich mich abends in meinen Opel Kadett gesetzt, um mit meinen Kollegen Guido, Juliane und (?) zur DDR-Grenze zu heizen: Hat sich gelohnt! Die Grenze war auf! Ossis und Wessis feierten grenzenlos und lagen sich fröhlich in den Armen... Das war irgendwie ein schräges Bild: Musik, Sektflaschen, lustige Polizisten, ganz ganz viele Menschen - an einem sonst so blutigen Ort. Wir ließen uns mitnehmen und genossen den Abend. Eigentlich wollten wir weiter bis nach Berlin, denn da war die Mauer plötzlich weg. Aber meine Chefin Ulrike, ich war damals Zivi in Bad Salzuflen, meinte, wir müssten unbedingt zum Frühdienst. Grenzen... Wenn man sie verschieben oder ignorieren will, kostet das immer etwas. Ich wollte meinen Job nicht verlieren und fuhr dann bald wieder zurück nach Ostwestfalen-Lippe. Mit einem großen orangen Stehaufmännchen im Kofferraum. Ein Wanjka-Stanjka! Den hatte mir ein betrunkener Vopo geschenkt. Oder verkauft? Ich weiß es nicht mehr.

Donnerstag, 17. Juli 2014

Soo dicht













Soo wiet
Send wie jegone
Soo dicht send wie jeblewe
Noch jeit mien Foot
Noch hab etj Moot
Soo wiet send wie jeblewe
Soo dicht send wie jegone
Biem Stoawe soo vel Lewe
Biem Lache soo vel Trone
Du best mie goot
Etj sie die goot
Soo wiet

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