Montag, 16. August 2010

Afghanistan Pakistan Wasisdran



Sieht so aus, als könnten wir vor den Gefahren und Katastrophen dieser Welt nicht so richtig weglaufen. Entweder werden wir selbst erwischt, oder wir sind zum Helfen und Eingreifen aufgefordert. Mal bei uns zuhause, mal an den Orten, die wir im Fernsehen sehen. Irgendwie unbequem ist dabei die Erkenntnis, dass die Quelle für beides, Zerstörung und Heilung, direkt in unseren eigenen Herzen zu finden ist. Das glaube ich jedenfalls. Irgendwo in uns drin muss es ein Verständnis für Gut und Böse geben...

Als Mennonit bin ich vor allem auch wegen dem Tod von Glen D. Lapp traurig, der zu dem IAM-Team gehörte, dessen Mitglieder neulich in Afghanistan getötet wurden. Er war dort, um zu helfen... Was ist dran? Um die aktuelle Not der Flutopfer in Pakistan zu lindern, könnten wir doch schon mal mit Spenden an das MCC, die IAM oder die Aktion Deutschland Hilft mitanpacken!?




Dieses Foto hier habe ich neulich an einem schönen Juliabend gemacht - aus dem Garten meiner Vermieter. Saß dort sehr lange und las, was in der Welt so passiert, dachte darüber nach, was in meinem Leben so los ist, und hoffte auf eines dieser Wunder, die Gott manchmal schenkt...



Mittwoch, 17. März 2010

Beleb luge und fur wiet dangn



Was das heißt? Das hab ich mich neulich auch gefragt, als ich das in einer SMS las. Ein Teilnehmer aus einem meiner Sprachkurse schrieb mir das vor ein paar Tagen und ich konnte mir weder einen Reim darauf machen noch sagen, welche Sprache das wohl sein könnte... Ich hakte nach und stellte fest, es sollte Deutsch sein. Ok, Niveau A1, aber ziemlich kreativ. Es sollte heißen: "Bleib locker und für weit denken". Ich hätte traurig und ratlos ausgesehen, hörte ich, und die SMS war einfach nur irgendwie gut gemeint. Und je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr gefällt mir die Botschaft.

Schon komisch, wie klein und unbedeutend Orthografie, Lexik, Syntax und sowas alles werden kann. Und wie groß und stark das ist, was wir wirklich meinen, was wir uns trauen, dem anderen zu sagen, von Mensch zu Mensch, von Herz zu Herz...

Zum Foto: Diese hübsche Blume habe ich in Aphrodisias entdeckt. Während die Ruinen im Hintergrund schon einige Jahrhunderte alt sind und wir Menschen immer noch über sie staunen, blüht diese Blume ganz dreist nur im Frühling 2010 und fasziniert mich mindestens so sehr wie irgendeins dieser bewundernswerten Bauwerke aus der Antike.

Sonntag, 21. Februar 2010

Viktor Sawatzki



Internationaler Tag der Muttersprache. Wie kaum ein anderer in der Welt meiner Muttersprache kümmert sich Viktor Sawatzki ("von Sewen") darum, dass Plautdietsch quicklebendig bleibt: Vor allem seine Radioarbeit zeigt, welche Bedeutung für uns die eigene Sprache hat... Ich finde, die UNESCO sollte Menschen wie ihn und ihre Arbeit mit ein paar Euro unterstützen!

Zum Foto: Ein Schnappschuss von Viktor und seiner Mutter während der Plautdietsch-Studienreise im Februar 2009 (Belize) - hia send se em Wota... Extra zum Internationalen Tag der Muttersprache und exklusiv für RD-Welle hat Viktor mit mir ein kleines Interview gemacht...

...und hier noch ein Lesetipp: Mutterland Wort. Sprache, Spracherwerb und Identität vor dem Hintergrund von Entwurzelung von Christiane E. Winter-Heider, 2009

Winter-Heider unterstreicht u.a. auch, dass die Beherrschung der Muttersprache eine notwendige Grundlage für den Erwerb weiterer Sprachen bildet.