Montag, 28. Februar 2011

Er ist doch eigentlich ganz lieb




Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan war gestern in Düsseldorf und hat viele seiner Landsleute begeistert und ein paar deutsche Politiker geschockt. Die Türken in Deutschland sollten Deutsch lernen, so Erdogan, aber zuerst bitte Türkisch, ihre Muttersprache. Ja, was ist denn so schlecht daran? Forderte nicht sogar die UNESCO vor ungefähr einer Woche Ähnliches? Ich bin mir sicher, dass Erdogan, der Mann mit dem Muttersprachen-Faible, auch begeistert wäre, wenn Zübeyir Aydar oder Şivan Perwer eines Tages auf einer Großveranstaltung in Istanbul ihre kurdischen Landsleute dazu aufrufen würden, vernünftig Türkisch zu lernen - aber bitte zuerst Kurdisch, und zwar mit staatlicher Unterstützung. Die ganze türkische Regierung wäre begeistert und würde ohne Ende applaudieren, da bin ich mir gaaaaaaaaaaanz sicher.

Siehe auch Stiefmuttersprache oder Christian, der Wulff

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Bist du blöd oder willst du eins auf die fresse?

Anonym hat gesagt…

Boh, Peter, habe jetzt wieder über dich gestaunt! Gefällt mir, dein Blogeintrag! Habe mich heute beim Frühstücken und Nachrichtenhören im Radio gefragt, was du wohl zu diesem Erdogan-Besuch sagen würdest - und, bitte schön, hier ist die Antwort! Habe mir schon gedacht, dass du dieses Ereigniss nicht unkommentiert lassen würdest. Sind auch alles deine Themen - Integration, Sprache... Und ich finde das gar nicht blöd, was du schreibst. Aber der Anonym vorher hat nicht ganz Unrecht - solche Aussagen von dir, wie in diesem Blogeintrag, gefallen bestimmt nicht allen... Ich wünsche dir, dass du nicht auf die "Fresse" kriegst. Und ich wünschte uns allen ein bisschen mehr Mut...

Anonym hat gesagt…

bisschen unglücklich gelaufen, was erdogan gesagt hat, und wie die deutschen politiker reagiert haben... insgesamt scheinen doch alle seiten pro mehrsprachigkeit und integration zu sein, mehr oder weniger...

Anonym hat gesagt…

Hier ein interessanter Artikel zum Thema:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2837179_0_9223_-die-grenzen-der-woerter-und-die-grenzen-der-welt.html