Samstag, 22. März 2008

Der Tod


Müssen wir davor Angst haben, dass wir eines Tages sterben? Ich habe in den letzten 40 Jahren viele verschiedene Antworten auf diese Frage gehört. Während meiner Grundschulzeit saß ich einmal auf der Toilette, dachte nach über Gott und die Welt und mein junges Leben, und bekam plötzlich tierische Angst davor, in die Hölle zu kommen -- denn ich war ja noch nicht "bekehrt"... Aufgrund meiner russlandmennonitischen Prägung hätte ich eigentlich schon längst auf einer der vielen Evangelisationen "nach vorne" gehen sollen - das war zu dem Zeitpunkt aber noch nicht geschehen. In vielen evangelikalen Erweckungsgottesdiensten wird im Anschluss an eine Bußpredigt dazu aufgerufen, vor die Gemeinde zu treten und damit zu zeigen, dass man ein Gespräch oder Gebet wünscht und ein Leben als "bekehrter Christ" beginnen möchte... In der Zwischenzeit ist viel passiert. Wahrscheinlich würde ich wie jeder Mensch einiges wieder genauso machen und anderes lieber nicht ein zweites Mal. Der Gedanke an den Tod und an ein mögliches Leben danach beschäftigt mich auch heute noch. Vor allem aber auch der Gedanke an ein mögliches Leben VOR dem Tod...

Das Foto stammt von einer Zwischenstation in Atlanta diesen Februar.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ist es nicht merkwürdig,dass das ganze Alte Testament uns eine Flut von Informationen auf 900 Seiten liefert, aber außer Dan.12.2 kaum etwas vom Leben nach dem Tod weiß, und auch diese Stelle behauptet, dass lange nicht alle auferstehen werden. Und noch behauptet der Prediger 9.10, dass es bei den Toten weder Tun noch Denken, weder Erkenntnis noch Weisheit gibt und dass die Toten nichts wissen. Von welchem Leben kann dann noch die Rede sein? Diese Aussagen stehen im scharfen Kontrast nicht nur zum Auferstehungsglaube der alten Ägypter und Griechen,sondern auch zum Glauben vieler primitiven Völker mit ihren Naturreligionen. Waren die Juden nun rückständiger in ihrer Entwicklung oder waren sie so Weise, dass sie den Sinn des Lebens im Diesseitigen gesucht haben?

Ludmila Lata hat gesagt…

Zu dem ersten Kommentar.
Sehr viel über das Geschehen nach dem Tod kamm man im Neuen Testament finden. Genauso auch über das Gestalten des Lebens und eigenes Verhalten vor dem Tod.
Wäre nicht schlecht unserem Herrn einfach zu vertrauen Jes.26,4; Weish.3,9; Sir.2,6; Jer.39,18.

Anonym hat gesagt…

Wer sein selbstherrliches Wesen in den Tod gibt, wird als ein neuer Mensch auferstehen, als ein Mensch, der schon hier in dieser vergehenden Welt Teil hat am ewigen Leben.
Theo Sorg